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Mosaik und ich

Mosaike und Farben sind mein Anker – sie schenken mir Ruhe, Ausgeglichenheit und pures Glück.

Ich bin ein Mensch, dessen Kopf ständig voller neuer Ideen und Projekte ist. Ich begeistere mich schnell für die Welt um mich herum, was mich oft vor die Herausforderung stellt, mich zu fokussieren. Doch das Mosaiklegen hat eine magische Wirkung auf mich: Wie keine andere Kunstform erlaubt es mir, den Alltag komplett auszuschalten. To-do-Listen und Sorgen treten in den Hintergrund. Beim Mosaizieren gibt es kein Multitasking. Die Arbeit nimmt mich vollkommen in Anspruch.

Ich ziehe mich zurück, bin für die Welt für ein paar Stunden nicht erreichbar und tauche tief in den wundervollen Flow des Erschaffens ein.

In meinem Atelier existiert keine Zeit. Es gibt nur das Material, die Farben und mich. Jedes einzelne Mosaikteil fordert Aufmerksamkeit und Geduld; jedes Tesssera und jede Linie ist entscheidend für das große Ganze. Trotz dieser hohen Konzentration ist das Mosaizieren für mich ein Versprechen tiefer Entspannung – ein innerer Dialog zwischen Hand, Auge und Material.

 

Mein Mosaikweg: Von der Faszination zur Berufung

„Warum ausgerechnet Mosaik ?“ werde ich oft gefragt.

Auf meiner Reise durch die Kunst – von Malerei über Illustration bis hin zur Keramik – hat mich Mosaik letztlich am tiefsten berührt. Der Funke sprang im Garten von Niki de Saint Phalle in der Toskana über. Die berauschende Farbenpracht und die Leuchtkraft ihrer magischen Skulpturen waren überwältigend.

Obwohl ich diese Skulpturen, die klassischen Kirchenmosaike und auch Gaudis Meisterwerke bewunderte, fragte ich mich: Wie kann ich das für mich selbst umsetzen? So begann ich 2001, meinen eigenen Weg zu suchen. Da es in München damals keine Kurse gab, brachte ich mir die ersten Schritte autodidaktisch mit Büchern bei – damals noch parallel zu meinem Beruf als Sozialpädagogin. Ich war im „Mosaikrausch“, dekorative Werke fürs tägliche Leben entstanden in Serie. Bald darauf begann ich, diese zu verkaufen.

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Die Vertiefung meines Wissens

Um meine Technik zu perfektionieren, suchte ich gezielt nach Meister*innen ihres Fachs:

  • Bei Bruno Rodi lernte ich die Arbeit mit Hammer und Dorn, indirekte Methode und den Betonplattenguss.

  • Bei Jose Gomez verfeinerte ich meinen Umgang mit Glas.

  • Ein Wendepunkt war 2010 das Treffen mit der Künstlerin Ilana Shafir in Israel. Durch sie durfte ich die „Spontane Methode“ erlernen. Jährliche Aufenthalte in Israel vertieften nachhaltig mein Wissen und ich bekam eine Ahnung wie groß die Welt des Mosaiks wirklich ist.

 

2011 führte mich mein Weg schließlich nach Ravenna, wo ich bei der herausragenden Maestra Luciana Nottorni Einblick in die hohe Schule des italienischen Mosaiks bekam. Gleichzeitig zum Workshop fand die Biennale RavennaMosaico für zeitgenössisches Mosaik statt. Ich bestaunte Werke internationaler Künstler*innen.

Die dortige Vielfalt an Mosaiken, zeitgenössischen Installationen und Skulpturen ließ mich erkennen: 

 

Das ist mein Weg!​​​​

Mein Heute

Seitdem bewege ich mich kontinuierlich weiter, erfüllt von einer nie endenden Faszination für Material, Form, Vielfalt und Dimension. Mosaik ist für mich mehr als Kunsthandwerk, das Zeitgenössische Mosaik zog mich in seinen Bann, es hat mich Schritt für Schritt zurück zur freien künstlerisch Arbeit geführt. Fernab von starren Mustern entstehen Werke mit Tiefe, Charakter und einer ganz eigenen Dynamik. Auf meiner Kunst-Website könnt ihr Einblicke in diese Arbeit gewinnen. Gleichzeitig entstehen dekorative Mosaike, reinste Entspannung und Freude, ohne den oft fordernden künstlerischen Anspruch. Eine weitere Facette dieses Weges: Es ist ein meditativer und oft auch heilsamer Prozess, aus etwas Zerbrochenem und Fundstücken etwas vollkommen Neues, Ganzes und Schönes zu erschaffen.Durch ständiges Experimentieren, Arbeiten, Unterrichten ist es ein Weg der Entwicklung, der hoffentlich noch lange nicht endet.

Möchtet ihr mehr über meinen Werdegang, Ausbildungen und Ausstellungsbeteiligungen erfahren?

Hier findet ihr meine Vita.

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